Massnahmen zur Förderung des Kiebitzes in der Schweiz

Schweizerische Vogelwarte Sempach

Der Kiebitz hat in ganz Europa abgenommen. In der Schweiz waren es in den 1970er-Jahren 1000 Brutpaare, heute sind es noch 100-120. Die Gelege der Bodenbrüter werden durch die moderne Bewirtschaftung mit Landmaschinen zerstört oder von Nesträubern geplündert. Deshalb werden zu wenig Junge flügge, um den Bestand mit dem eigenen Nachwuchs im Gleichgewicht zu halten. Ab 2005 prüfte die Schweizerische Vogelwarte Sempach in Zusammenarbeit mit lokalen Landwirten Schutzmassnahmen für den Kiebitz in der Ebene von Wauwil. Dank Vereinbarungen mit den Landwirten, mit Elektrozäunen um Felder mit Kiebitznestern und Nahrungsflächen der Jungkiebitze sowie dank neu geschaffener Feuchtgebiete konnte der Bruterfolg des Kiebitzes gesteigert werden. Der Durchbruch gelang aber erst, als Bauern mit Kiebitzbruten sich ab 2009 bereit erklärten, gegen eine Entschädigung ihre Felder erst nach dem Schlüpfen der Kiebitze zu bewirtschaften. Dank der partnerschaftlichen Zusammenarbeit entwickelte sich im Wauwilermoos aus einem kümmerlichen Restbestand von 10-15 Paaren eine blühende Kolonie von über 30 Paaren. Unter 26 im Jahr 2012 gefangenen Kibitzweibchen befanden sich 5 ehemalige Jungvögel des Wauwilermooses. Die im Wauwilermoos gewonnenen Erfahrungen zeigen, wie der Kiebitz durch angepasste Massnahmen gefördert werden kann. Die Erkenntnisse lassen sich auch auf andere Regionen übertragen.

.full-width-594bb10f88197 { min-height:100px; padding:10px 0 0px; margin-bottom:0px; } #background-layer--594bb10f88197 { background-position:left top; background-repeat:repeat; ; } .mk-main-wrapper { display: none; } #theme-page { padding-top:0; }

Kiebitznest in einer mit Pflanzenresten ausgekleideten Nestmulde am Boden. Die meisten Gelege werden ausgeraubt oder durch Landmaschinen zerstört.

Kottwilermoos, 11. April 2005. Foto Luc Schifferli.

Der Kiebitz lebte ursprünglich in Feuchtwiesen. Heute brütet er im feuchten Kulturland. Der Bestand ist in den vergangenen 40 Jahren um 90 % zurückgegangen.

Kottwilermoos, 1. Mai 2010. Foto Markus Jenny.

.full-width-594bb10f88c7d { min-height:100px; padding:10px 0 10px; margin-bottom:0px; } #background-layer--594bb10f88c7d { background-position:left top; background-repeat:repeat; ; }

Start typing and press Enter to search