Schutzprojekt Grosse Hufeisennase in Castrisch (GR)

Arbeitsgruppe zum Schutz der Hufeisennasen Graubündens

Die Kirche Castrisch im Bündner Vorderrheintal beherbergt eine besonders seltene Kostbarkeit: eine Wochenstube der Grossen Hufeisennase. Einst war die Grosse Hufeisennase eine in der Schweiz allgemein verbreitete Fledermausart. Heute sind in unserem Land lediglich drei Kolonien mit Jungenaufzucht übriggeblieben. Die mit rund 140 Individuen weitaus grösste befindet sich dabei in Castrisch. Die Castrischer Kolonie ist zugleich die grösste von ganz Mitteleuropa und hat für das Überleben dieser vom Aussterben bedrohten Fledermausart allerhöchste Bedeutung! Das Dorf Castrisch ist teilweise von Obstgärten umgeben und mit Hecken reich strukturiert, jedoch hat auch hier eine zunehmende Nutzungsintensivierung stattgefunden. Das Schutzprojekt bezweckte die Grundlagenerarbeitung bezüglich der Lebensraumansprüche der Grossen Hufeisennase und der Konsequenzen für den Lebensraumschutz. Mittels Radiotelemetrie wurden die Jagdhabitate von 23 mit Sendern bestückten Hufeisennasen ermittelt. Am häufigsten fanden sich die Tiere in unmittelbarer Rheinnähe sowie im Offenland angrenzender Gebiete in naturnahen und strukturreichen Arealen, wobei die nächtlichen Jagdgebiete in der Regel weniger als 2,5 km vom Tagesquartier entfernt lagen. Beim Wechsel zwischen dem Tagesquartier und dem Jagdgebiet flogen die Tiere entlang von Strukturen und Grenzlinien wie Hecken, Waldrändern und Gewässerufern. Die Kenntnisse der Jagdgebiete, Ernährungsgewohnheiten und Flugrouten ermöglichen nun einen effizienteren Schutz der faszinierenden Grossen Hufeisennase.

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Die Grosse Hufeisennase ist vom Aussterben bedroht.
(Foto: ASHG / F. Bontadina)

Die Kirche von Castrisch beherbergt die grösste Wochenstube der Grossen Hufeisennase in ganz Mitteleuropa.
(Foto: ASHG / E. Mühlethaler)

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